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Jul 07 2010
Viele Unternehmen wollen ihre Aktivitäten im Bezug auf Social Media verstärken. Aber meist steht dann die Frage im Raum: "Wie fangen wir an?"
Grundsätzlich ist der Schritt in Richtung Social Media grundsätzlich richtig, aber es sollte hierbei eine einheitliche Unternehmensstrategie geben. Gerade wenn mehrere Mitarbeiter mit dem Veröffentlichen von Content in den Social Networks betraut sind, muss eine klare Richtlinie her.

So hat Kodak eine Richtlinie für die Mitarbeiter veröffentlicht, die man auch auf andere Unternehmen anwenden kann:

  1. Wissen worum es geht
    Machen Sie eigene Erfahrungen im Social Media Bereich. Melden Sie sich bei Twitter oder Facebook an und sammeln Sie eigene Erfahrungen.

  2. Seien Sie transparent
    Verstecken Sie sich nicht und sagen Sie wer Sie sind und für wen Sie arbeiten.

  3. Seien Sie persönlich
    Sprechen und schreiben Sie wie ein normaler Mensch und nicht wie die Werbeabteilung Ihres Unternehmens

  4. Schreiben Sie regelmäßig
    Vermeiden Sie zu lange Pausen. Durch regelmäßiges Schreiben vermeiden Sie, dass die User glauben, der Kanal wäre tot.

  5. Bieten Sie Mehrwert
    Geben Sie den Usern Antworten, mit denen diese etwas anfangen können. Bieten Sie relevanten Content und plaudern Sie ruhig einmal aus dem Nähkästchen.

  6. Geben Sie Antworten
    Führen Sie Dialoge mit den Usern. Monologe kommen weniger gut an.

  7. Hören Sie zu
    Achten Sie darauf, was die Menschen sagen.

  8. Lernen Sie aus Fehlern
    Geben Sie Fehler zu und setzen Sie notwendige Änderungen zügig um.

  9. Vernetzen Sie sich
    Schreiben Sie nicht nur über Ihre eigenen Angebote, sondern auch über andere. Retweeten Sie auch einmal die Tweets anderer User.

  10. Haben Sie Spaß
    Wenn Sie Social Media als zusätzliche Belastung empfinden, lassen Sie die Finger davon. Die User werden es irgendwann merken.

Jul 06 2010
Webmaster und Marketer haben sehr häufig die phantasievollsten "Ausreden" wenn es um die Nutzung von Social Media geht. Und selbst Amerikaner, die eigentlich eine der führenden Nationen in puncto Social Media und Internet sind, haben hier teilweise noch arge Bedenken. Man kann aber davon ausgehen, dass diese Argumente eher von einer Unsicherheit im Umgang mit den neuen Medien entstehen.

Wir haben einmal die drei wichtigsten zusammengefasst.

1. Social Media ist für Kinder.

  • Mehr als 55 Millionen amerikanische Erwachsene, das sind knapp ein Drittel der US-Bevölkerung, sind momentan jeden Monat in sozialen Netzwerken unterwegs.

  • 80 Prozent aller Twitter-Nutzer ist älter als 25 Jahre

  • Demografische Auswertungen auf Facebook haben ergeben, dass der Hauptanteil der Nutzer älter als 35 Jahre ist.

2. Social Media ist nur in den USA, aber nicht im Rest der Welt, populär.

  • Etwa 70 Prozent der insgesamt 250 Millionen Facebook-Nutzer leben außerhalb der USA

3. Social Media ist für Unternehmen nicht geeignet.

  • Tausende Firmen, große und kleine, verstärken ihr Engagement in Social Media Bereich
  • Es gibt bereits umfangreiche Kommunikation über Ihren Industriezweig, Ihre Firma, Ihre Konkurrenz und Ihre Kunden, egal ob Sie präsent sind oder nicht. Wollen Sie das wirklich ignorieren?

(Kodak hat eine Studie zur Nutzung von Sozialen Netzwerken im Unternehmen herausgegeben, deren Inhalt wir Ihnen hier in verschiedenen Post auf Deutsch präsentieren.)

Jul 02 2010
Twittern ist in. Der amerikanische Microblog-Dienst verzeichnet nach wie vor 2stellige Zuwachsraten. Aber im Gegensatz zu Wordpress und anderen Blogsystemen lassen sich auf Twitter keine Tweets vorplanen. Diese mehr als nützliche Funktion vieler Blogsysteme macht vor allem Sinn, wenn man Werbekampagnen begonnen hat und diese auch über die Feiertage oder im Urlaub unterbrechungslos weiterführen will. Gerade für kleine Marketing-Unternehmer ist das eine sehr gute Alternative, da hier nicht immer eine Urlaubsvertretung zur Verfügung steht. Es gibt einige Online-Anwendungen, die das Planen von Tweets zulassen, aber die meisten Twitter User geben nur sehr ungern ihre Account-Daten preis. Wen wundert's, die Nachrichten über gehackte und für Spam missbrauchte Accounts reißen nicht ab. Und leider sind unter den vielen Apps-Anbietern für Twitter - neben denen, die ihren Usern eine wirklich gute und nutzbringende Anwendung anbieten wollen - auch viele "schwarze Schafe", die mit Hilfe solcher Anwendungen Zugangsdaten sammeln oder die Accounts mit ungewollten Werbebotschaften "zu spammen". Eine Lösung für dieses Problem ist eine eigene Anwendung, die diese Aufgaben übernimmt. Hier bietet sich eine Serverlösung an, da ein Webserver, im Gegensatz zu den meisten PCs und Notebooks rund um die Uhr online ist. Wir haben uns daher für eine PHP/SQL-Lösung entschieden, die einfach zu installieren und zu nutzen ist, dabei aber alle Vorteile der Online- und PC-Anwendungen vereint:

Twitter Planer Script

Features:
  • Integrierter Shortener (TinyURL) zum Kürzen von Links
  • Live Counter 140 Zeichen
  • Unbegrenzte Anzahl von planbaren Tweets
  • Datenbankbasiert
  • Bearbeiten und Löschen von Tweets in der Warteschlange
  • Einzeltweets und täglich wiederholte Tweets planbar

Systemanforderungen:

  • Apache Server
  • PHP 5
  • MySQL 4 oder 5
  • cURL
  • Zugriff auf CronTab
  • Cronjob alle 5 Minuten


Jun 29 2010
Ende April/Anfang Mai passierte etwas, was sich im Internet wie eine gigantische Welle verbreitete. Google nahm Änderungen am Suchalgorithmus vor. Diesmal erwischte es in erster Linie die Long-Tail-Suchanfragen. Es gab enorme Besucherrückgänge auf Seiten, die auf Long-Tail-Suchanfragen optimiert waren. Der Traffic brach teilweise um mehr als 50 Prozent ein. Und wie Matt Cutts bestätigte, handelt es sich um einen gewollten Effekt, der der Qualitätssicherung von Suchanfragen dient. Der Rückgang sei auch nicht temporär, sondern werde sich fortsetzen.

Was sind Long-Tail Produkte?
Long-Tail heißt wörtlich übersetzt "langer Schwanz" und ist vom Aussehen der Verkaufsgrafik von Long-Tail Produkten abgeleitet. Es handelt sich dabei um Produkte für die der Verkaufsaufwand im Offline-Bereich einfach zu groß ist, da die regionale Nachfrage fehlt. Global ist die Nachfrage nach diesen Nischeprodukten in der Summe jedoch enorm. Da es im Internet keine regionalen Einschränkungen gibt, werden diese Produkte ausschließlich im Online-Bereich angeboten. Da hier kaum Kosten entstehen, war die Vermarktung im Internet bislang ausgesprochen lukrativ.

Long-Tail-Suchanfragen sind Anfragen, die aus mehreren Keywords bestehen. Da hier nach etwas ganz speziellem gesucht wird, z.B. nach "weißes iPhone 4", wurden bisher enorme Traffic-Ströme auf Seiten geschickt, die genau dieses Produkt angeboten haben. Dementsprechend hoch war auch die Konversionsrate, denn der Besucher wurde ja direkt auf eine Seite geschickt, die das gesuchte weiße iPhone 4 angeboten hat. Long-Tail-Suchanfragen zielen also auf Anfragen ab, die auf die wirkliche Suchmaschinen-Nutzung abzielen. Sucht jemand in einer Suchmaschine, so gibt er nur sehr selten ein einzelnes Wort ein, sondern beschreibt die gesuchte Sache so genau wie möglich mir mehreren Worten und schränkt die Suche durch Präzisieren des Suchterms ein. Mit Hilfe der Google eigenen Tools kann man diese Suchanfragen ermitteln und somit die eigene Webseite für genau diese Anfrage optimieren.

Doch im Zuge der Qualitätssicherung von Google reicht eine reine Optimierung der Seite nicht mehr aus. Während es bisher "fast" ausreichend war, die Seite ausreichend zu optimieren, um ganz vorn mitzuspielen, wird es in Zukunft etwas aufwändiger, eine Long-Tail-optimierte Webseite ganz vorne im Index zu platzieren. Auch hier spielen jetzt Faktoren wie Content-Aktualisierungsrate, Backlinks, Ladezeit und duplicate Content eine verstärkte Rolle.

Wie es auf den ersten Blick aussieht, hat es verstärkt Online Shops getroffen, die meist über relativ wenige externe Links verfügen. Auch bieten viele Shops die gleichen Produkte an und übernehmen die Produktbeschreibung des Herstellers 1:1. So sind viele Seiten von der Seite 1 auf die Seiten 3, 4 oder 5 gerutscht und das tut dann in puncto Umsatz wirklich weh...

Große Plattformen wie Amazon profitieren dagegen wohl eher von der Änderung.




Jun 28 2010
Das Social Media Network Facebook steigt mit Hilfe der Anwendung Open Graph in die Websuche ein. Damit avanciert Facebook unter Umständen zum Webindex für seine Nutzer und erklärt gleichzeitig dem Suchmaschinen-Riesen Google den Krieg: "Da die Suchergebnisse jetzt offiziell als Facebook-Suchergebnisse auftauchen, hat der Krieg begonnen." Experten teilen die martialische Einschätzung der Websuche etwas nüchterner, denn mit dem Google-Suchindex Caffeine kann die Facebook-Suche längst nicht mithalten: "Die Resultate sind so wild, dass es die Mühe nicht wert ist, Attribute für Rankingfaktoren von Fan- und Community-Seiten zu isolieren."

Die Reihenfolge der Facebook-Suchergebnisse wird dadurch bestimmt, wie viele Nutzer auf den "Gefällt mir" Button geklickt haben. Es hat sich gezeigt, dass "semantische Technologien" wie beispielsweise Tags die Suchergebnisse beeinflussen. Und der "Gefällt mir" Button ist in gewisser Art auch ein "semantisches Werkzeug".

Um letztendlich einen Krieg mit Google zu beginnen, muss Facebook vorher noch einen langen Weg gehen.


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